Anfang der 1950er Jahre haben Sozialforscher 1600 Bürger frei reden…
Anfang der 1950er Jahre haben Sozialforscher 1600 Bürger frei reden lassen und alles aufgezeichnet und abgetippt.
»So unterschiedlich die Herkunft der Probanden auch war – über das Dritte Reich, die Juden und den Weltkrieg waren sie sich oft einig. Braunstein fasst die auffälligsten Übereinstimmungen knapp zusammen: Im Krieg, meinten viele, habe man selbst am meisten gelitten. Am Antisemitismus – und dem Umstand, dass er in der jungen Bundesrepublik wieder zunehme – seien die Juden selbst schuld. Die Deutschen seien Opfer einer „Siegerjustiz“, die Demokratie sei ihnen von den Besatzern aufgezwungen worden. Und der Nationalsozialismus sei eigentlich eine gute Idee, die nur schlecht in die Tat umgesetzt worden sei.«
Wäre interessant das mal zu wiederholend. Ich befürchte die Entnazifizierung ist bei vielen gescheitert und noch heute ist das braune Gedankengut präsent.
https://archive.ph/20260918200726/https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/frankfurt/was-adorno-geheim-halten-wollte-gruppenexperiment-zur-ns-zeit-accg-201205326.html