Vermieter sind meistens vermögende Besserverdiener. Ausgerechnet die…
Vermieter sind meistens vermögende Besserverdiener. Ausgerechnet die werden steuerlich gefördert. Die Familie, die sich gerade so Eigentum leisten kann, erhält weniger staatliche Unterstützung. Beide konkurrieren um die gleichen Immobilien am knappen Markt. Die Vermieterförderung treibt Immobilienpreise.
»Kaum ein anderes Land begünstigt Vermieter derart wie Deutschland. Verglichen mit den anderen untersuchten europäischen Nachbarländern ist es nämlich das einzige Land, in dem Vermieter steuerlich besser gestellt werden als Menschen, die einfach nur ihr eigenes Zuhause kaufen wollen. Überall sonst läuft es andersherum.«
40.000 bis 87.000 Euro steuerlicher Vorteil in 15 Jahren wenn man statt selber drin zu wohnen vermietet.
Nur als Vermieter darf man Kosten abschreiben die real gar nicht existieren: Abschreibung, also Wertverlust der Immobilie, obwohl Immobilien stets an Wert gewinnen.
»Der Staat beschenkt Vermieter.« »Diese Bevorzugung ist in Europa einzigartig. Andere Länder machen Selbstnutzern den Einstieg günstiger oder besteuern Vermietung stärker. Die Niederlande etwa besteuern ein fiktives Einkommen aus dem gesparten Mietwert, lassen dafür aber auch Kostenabzüge zu, und Vermieter zahlen dort die vierfache Grunderwerbsteuer. Selbstnutzer erzielen mit zwölf Prozent so eine rund fünfmal höhere Rendite als Vermieter. In Frankreich zahlen nur Vermieter Steuern beim Verkauf, in Belgien und Dänemark gibt es für sie keine Abschreibungen.«
»Viele Menschen träumen vom Eigenheim«, sagt Michael Voigtländer, Immobilienexperte am IW. »Doch anders als in vielen anderen europäischen Ländern legt der deutsche Staat ihnen dabei Steine in den Weg.«
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